Karriere im Gastgewerbe

dehoga infoveranstaltung 2018

Jedes Jahr besuchen zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Bildungsgänge der Abteilung Ernährung und Versorgungsmanagement, doch nur wenige entscheiden sich anschließend für eine Ausbildung in diesem Berufsfeld. Warum ist das so? Zweifelsohne weil allenthalben Gruselgeschichten von schlechter Bezahlung, miesen Arbeitszeiten und rohem Umgangston erzählt werden. Doch auch im Gastgewerbe sind die Uhren nicht stehen geblieben.

Eine neue, junge Generation von Restaurantleitern und Chefköchen hat sich längst vom Drill verabschiedet. Natürlich auch bedingt durch den enormen Fachkräftemangel im Gastgewerbe sind Auszubildende von billigen Arbeitskräften für die unangenehmen Aufgaben zu wertvollen und geschätzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden, um die es sich zu bemühen lohnt.

Das Gastgewerbe steht in den meisten Betrieben für Weltoffenheit, Kollegialität, Leidenschaft und Freude an der Arbeit. Die Gastronomie ist außerdem ein Ort der Chancen. In der Küche ist es egal, ob man Abitur hat oder gar keinen Schulabschluss, ob man aus Iserlohn oder Irland kommt, ob man alt ist oder jung, groß oder klein. Wenn man gut kochen kann, sind der Karriere keine Grenzen gesetzt. Und wer gut ist, verdient auch schnell gutes Geld. Diese Perspektiven und Chancen gilt es auch den Schülerinnen und Schüler zu vermitteln.

Denn es besteht keine Frage, im Gastgewerbe gibt es spannende Karrieremöglichkeiten, und die Berufsaussichten sind für Berufsanfänger äußerst gut. Das wurde auch bei der Informationsveranstaltung am 11. Oktober 2018 durch die Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA e.V.) aus Iserlohn für Schüler der einjährigen Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement, Stufe 2 (EBFE 2), deutlich.

Den Kontakt zu der Iserlohner DEHOGA-Sektion hatte Lehramtsanwärter Matthis Speckmann hergestellt, um die Schülerinnen und Schülern bei ihrer Berufswahl zu unterstützen. Er selbst war fast vier Jahre in der Gastronomie tätig und konnte dort vor allem die positiven Seiten des Berufs sowohl in der Küche als auch im Service kennenlernen. Als Lehrer ist er deshalb überzeugter Vertreter seiner beruflichen Fachrichtung und möchte seine Begeisterung an die Jugendlichen und jungen Erwachsenen weitergeben.

In der Informationsveranstaltung räumten denn auch Alexander Duling (Fuchs & Hase/Iserlohn), Christian Speerschneider (Jagdhaus im Kühl), Marion Christophery (Mc Donald’s in Iserlohn), Frederec Neuhaus (Romantik Hotel Neuhaus) und Carsten Griesbach (Literaturhotel Franzosenhohl) kräftig mit den Vorurteilen auf: Keinesfalls sei die Bezahlung schlecht, und flexible Arbeitszeiten gebe es in unserer heutigen Welt in allen Berufsfeldern. Und übrigens habe man in anderen Berufen nicht unbedingt die Möglichkeit, überall auf der Welt arbeiten zu können und mit offenen Armen empfangen zu werden.

Ausführlich informierten deshalb auch die Iserlohner DEHOGA-Vertreter über ihren eigenen Werdegang und stellten Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe vor: Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Koch/Köchin, Fachkraft für Systemgastronomie.

Aber sie hatten auch für die Schüler aus der EBFE 2 ganz Handfestes im Gepäck: 26 Praktikumsplätze mit einem konkreten Angebot (z.B. Praktikum als Koch) sowie 40 Ausbildungsplätze. Übrigens hat ein Schüler aus der EBFE 2 im Anschluss an die Veranstaltung gleich die Gelegenheit ergriffen und für sich einen Praktikumsplatz festgemacht.

Doch auch die anderen Schülerinnen und Schüler zeigten sich hoch interessiert. Die hier und da aufkeimende Begeisterung für das Gastgewerbe unterstützt alle Lehrerinnen und Lehrer der berufsbezogenen Fächer in der Abteilung Ernährungs- und Versorgungsmanagement in ihrer täglichen Arbeit. Davon profitieren am Ende alle.

Aufgrund des außerordentlichen Erfolges dieser Veranstaltung soll auch in Zukunft dieses Format fortgesetzt werden.

(Text: Clas Möller/Matthis Speckmann; Foto: Clas Möller)