Wie war's in Wales?

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Industriekaufleute berichten über ihr Auslandspraktikum in Llangollen (Kreis Wrexham/Wales)

Im Prinzip gerade frisch heimgekehrt von ihrem dreimonatigen Auslandspraktikum in Wales war die Mittelstufe der Industriekaufleute EU. Keine Frage, da gibt es viel zu berichten, und natürlich hatten die Teilnehmer oft ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt und konnten jetzt manchen wertvollen Tipp geben.

Erfahrungen und Tipps, die natürlich das verantwortliche Organisationsteam für den Walesaufenthalt, bestehend aus Felizitas Hilbig-Knipping, Michael J.F. Boeck, Birgit Röhle-Schlürmann und Iris Baecker, auch für die Organisation zukünftiger Auslandspraktika nutzen wollte. Aber besonders interessiert an den Erfahrungsberichten aus Wales dürften natürlich die Industriekaufleute EU aus der Unterstufe gewesen sein, die ebenfalls zu dieser Reflexionsveranstaltung eingeladen worden waren und die ihrerseits im Frühjahr 2019 nach Llangollen aufbrechen werden.

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Felizitas Hilbig-Knipping eröffnet die Reflexionsveranstaltung zum Auslandspraktikum der Industriekaufleute EU

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Nach den einleitenden Worten kann es losgehen mit den Berichten aus Wales

Ein stringentes und bewährtes Konzept für den Auslandsaufenthalt

Denn auch für diese steht schon fest- Brexit hin oder her – dass sie (wie auch die gerade zurückgekehrten Industriekaufleute EU aus der I2B) während ihres dreimonatigen Auslandsaufenthaltes neben ihrem Betriebspraktikum auch einen Sprachkurs bei ECTARC (Llangollen), der Partnerorganisation des Berufskollegs des Märkischen Kreises in Iserlohn machen werden. ECTARC bereitet die Schüler auch auf das „Trinity Certificate“ vor, ein internationales Fremdsprachenzertifikat. Das sind zumindest die unverrückbaren Bestandteile des Austauschprogramms.

 Los geht’s und gleich in den Linksverkehr!

Vieles andere steht offen, und bietet naturgemäß Anlass zum Austausch, wie den interkulturellen Erfahrungsberichten der gerade aus Wales zurückgekehrten Industriekaufleute EU zu entnehmen war. Zumindest der Linksverkehr scheint für die meisten kein Problem zu sein. „Wer Angst davor hat, in England auf der linken Seite zu fahren, der braucht sich da keine Sorgen zu machen. Da gewöhnt man sich ganz schnell dran“, so Joel Althoff aus der I2B.

 Studentenwohnheim oder Gastfamilie?

Breit schien die Palette an unterschiedlichen Erfahrungen – wie immer – bei der Unterbringung zu sein. Manche der jungen Leute waren im Studentenwohnheim untergebracht, andere privat (mit mehr oder weniger Familienanschluss), und jede Unterbringungsmöglichkeit hat offenbar etwas für sich. „Ich habe im Studentenwohnheim gewohnt. Ich würde jetzt immer in einem Studentenwohnheim wohnen, denn da ist man viel flexibler und kommt mit anderen Leuten ins Gespräch“, berichtete Niklas Waclawski. Andererseits hat natürlich die Unterbringung bei fürsorglichen älteren Damen auch Vorteile, wie den Ausführungen von Neal Kasel zu entnehmen war: „Ich war in einer Gastfamilie, vielmehr bei einer älteren Dame. Aber für die, die nicht gerne kochen, ist das eine gute Lösung. Wenn wir nach Hause gekommen sind, war das Essen schon fertig. Sie hat uns sogar Lunchpakete gemacht.“ Ebenso begeistert war Jenny Borger, die zusammen mit ihrer Klassenkameradin in einer Gastfamilie untergebracht war: „Wir hatten ein eigenes Badezimmer, ein großes Haus. Das war wirklich top! Und jeden Samstag war Gartenparty.“

Und am Wochenende?

Klar, nicht jede Gastfamilie organisiert für die jungen Leute gleich die Gartenparty am Wochenende mit. Hilfreich ist da natürlich, wenn man selbst initiativ wird, unterstrich Neal Kasel: „Wir haben uns z.B. in einem Fitnessstudio angemeldet und haben oft abends Fitness gemacht. Wir waren auch bei Manchester City. Man findet drüben schon Beschäftigungen und muss nicht immer Netflix schauen.“ Und natürlich hatten sich alle auch touristische Ziele vorgenommen. Da kann selbst in drei Monaten die Zeit knapp werden, und deshalb empfahl auch Jenny Borger, eine Liste von dem zu machen, was man sich alles anschauen wolle. „Übrigens“, fügte sie hinzu, „gibt es auch sehr schöne Strände in Wales, was man eigentlich gar nicht glauben würde“.

Perfekte Betreuung durch ECTARC

Besonders erfreut dürfte die zukünftigen Auslandspraktikanten aus der I1B vor allen Dingen haben, dass die Betreuung und Organisation durch ECTARC offenbar nichts zu wünschen übrig ließ. „Die Betreuung durch ECTARC war wirklich rundum perfekt. Wenn man mal Probleme hatte, konnte man sich bei ECTARC über Mail oder Telefon melden. Die haben das dann geregelt“, so Jan Lewerenz. Und den im nächsten Jahr nach Wales aufbrechenden Industriekaufleuten EU aus der I1B konnte er versichern, dass sie bei ECTARC gut aufgehoben sind.

Schön zu hören, dass offenbar auch für diesen Jahrgang der Industriekaufleute EU das Auslandspraktikum zu einer das Leben bereichernden Erfahrung geworden ist und ihre Erfahrungsberichte dazu beitragen konnten, das vielleicht noch bei manchen der Unterstufenschüler aus der I1B bestehende komische Gefühl vor der Herausforderung des Auslandspraktikums abbauen zu können.

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Jan Lewerenz (I2B) unterstreicht, dass man bei ECTARC gut aufgehoben ist

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Neal Kasel (I2B) meldet sich: "Für diejenigen, die sich verwöhnen lassen wollen, ist eine Gastfamilie schon eine bessere Alternative."

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Die Berichte aus Wales werden aufmerksam verfolgt
(Text und Fotos: Clas Möller)