Ein Sommernachtstraum(a)

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Die Literaturkurse Gy 13 präsentieren: Ein Sommernachtstraum(a)

Wahnsinnig, was man aus man aus der klassischen Komödie in fünf Akten von William Shakespeare machen kann, wenn man in der modernen Adaption von Mathias Hahn dem „Sommernachtstraum“ ein „a“ anhängt und somit William Shakespeare, wie es die zwei Literaturkurse der Jahrgangsstufe 13 unter Leitung von Natali Cavar und Ralf Schlüter bei den Aufführungen im Forum des Berufskollegs taten, komödiantisch aufspießt.

Dennoch: Die Grundingredienzen waren noch immer die gleichen wie bei der Uraufführung des Shakespeare‘schen Stückes im Jahre 1600. Ein verzwickter Liebesreigen im Stadtstaat des antiken Athens, in dem auf Geheiß von Theseus (Niclas Brunnert) der junge Demetrius (Burhan Kaba) die bezaubernde Hermia (Sunamite Joaeo) heiraten soll, obwohl sie doch eigentlich Lysander (Phillip Smolders) liebt und er sie auch. Demetrius hingegen wird von der schönen Helena (Lina Pläsken) verfolgt und begehrt.

Sommernacht2bDass in dieser verzwickten Verwechslungskomödie recht bald alles drunter und drüber geht, liegt nicht nur daran, dass auch in diesem Stück die Elfen mit ihrer Elfenkönigin Titania (Claudia Moczulska) sowie Kobolden wie Oberonia (Sarah Bali) und Puck (Gian-Luca Krupatz) in der Mittsommernacht mit ihren Liebeszaubertropfen ihr Unwesen treiben.

Auch eine Gruppe von Widerstandskämpfern, die Theseus‘ Monarchie stürzen und die Demokratie einführen will, treibt sich zu den Klängen der Sozialistischen Internationalen im Athener Stadtwald herum. Dabei könnte ja alles weniger kompliziert sein, wie auch Lysander anmerkt: „Warum muss man in diesen blöden Klassikern immer erst heiraten, wenn man Spaß haben will?“

Aber das ganze Durcheinander der Gefühle fügt sich schließlich doch zum Besten: Demetrius gibt Hermia zur Entzückung von Lysander frei, und Helena bekommt ihren Demetrius. Theseus lässt weise Gnade vor Recht ergehen, so dass – seine eigene königliche Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta (Malin Fries) eingerechnet – schließlich drei Hochzeiten vorzubereiten sind.

Ein herrliches Theaterstück, das auch ein bezauberndes Bühnenbild bot, das übrigens die Literaturkurse selbst erschaffen hatte. Zudem unterstützte die Sparkasse Iserlohn dieses einzigartige Theaterprojekt mit liquiden Mitteln tatkräftig.

(Text und Bild: Clas Möller)

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