Die Ballerburg

ballerburg plakat

Informationen zur aktuellen Produktion der Theater-AG des Berufskollegs an der Hansaallee

Stück: „Die Ballerburg – Mobbing 2.0“

Autoren: Roman Wissenbach und Ralf Schlüter

Aufführungstermine:

23. September
26. September (geschlossene Veranstaltung: Kooperation mit der Gesamtschule Iserlohn, Jahrgangsstufe 7)
27. September (geschlossene Veranstaltung),
28. und 30. September 2016 (öffentliche Aufführungen jeweils um 19.00 Uhr)

Ort: Forum des Berufskollegs an der Hansaallee 19, 58636 Iserlohn

Eintritt: 6,-- € Erwachsene, 3,-- € Schüler/innen

Zum Inhalt und zum Stück:

Eduard ist Patient einer psychiatrischen Anstalt, in der nicht wirklich das Wohl der Insassen im Vordergrund steht. Die Leitung, in Person des Chefarztes, verfolgt eigene, höchst egoistische Interessen und geht für diese zur Not auch über Leichen. Die Klinik soll eine riesige finanzielle Zuwendung von einer Stiftung erhalten, wenn sie sich als würdig erweist. Doch dies ist der Stiftung, in Person von Frau Observario, zunächst noch nachzuweisen. Wird dies gelingen? Die Patienten, die sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben, verbindet etwas: sie sind allesamt ‚gemobbt‘ worden. Und irgendwie hört dies auch in der Anstalt nicht auch. So ist es fast unvermeidlich, dass die ganze Situation eskalieren muss, bis am Ende des Stückes die Frage bleibt: Was ist Mobbing?

„Die Ballerburg – Mobbing 2.0“ ist ein selbst entwickeltes Stück, in dem es um ein Thema geht, was viele Jugendliche auf unterschiedliche Weise betrifft oder schon einmal betroffen hat: Mobbing mit seinen vielschichtigen Facetten. Diese unterschiedlichen Aspekte werden in einer Mischung aus Spannung und Betroffenheit erzählt und mit humoristischen und dramatischen Elementen spielerisch dargestellt. Der Zuschauer wird unterhalten und gleichzeitig nachdenklich entlassen: Was ist eigentlich Mobbing? Und was hat dieses Thema mit mir und unserer Gesellschaft zu tun? Dabei gibt das Stück keine fertigen Antworten oder gar ‚Rezepte‘ für Verhaltensweisen, sondern bietet Anstöße zum Weiterdenken.

Gespielt werden die zahlreichen und unterschiedlichen Figuren von Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs an der Hansaallee, die – unter der Leitung von Roman Wissenbach (Theaterpädagoge) und Ralf Schlüter (Lehrer und Amateurschauspieler) – auch an der Entwicklung des Stückes beteiligt waren. Unterstützt wird das Projekt durch die kreative Arbeit von Schülerinnen und Schülern der Abteilung Gestaltung, die in einem Plakatwettbewerb ansprechendes Werbematerial erstellt haben.

Dieses Stück ist bereits die dritte Zusammenarbeit mit der Stadt Iserlohn, Bereich Jugendschutz (Jürgen Lensing). In deren Auftrag hat sich die Theater-AG seit letztem Sommer erneut auf den Weg zur Entwicklung eines abendfüllenden Theaterstückes gemacht, in dem Themen des Jugendschutzes umgesetzt werden. Waren dies bei der ersten Kooperation („Es war niemals und wird nicht mehr!?“, Aufführungen im Juni 2014) noch ein bunter Strauß verschiedener Jugendschutzthemen und bei der zweiten Kooperation („Eine pixelige Odyssee“, Aufführungen im Juni 2015) der Themenschwerpunkt (Computer)spielsucht, liegt der Schwerpunkt in diesem Stück auf der gesellschaftsrelevanten Thematik des Mobbing. Erneut werden die Aussagen des Stückes jedoch nicht mit dem pädagogisch erhobenen Zeigefinger, sondern mit einer vielschichtigen und auch humorvoll-dramatischen Komplexität aufgegriffen.

Neben den öffentlichen Aufführungen unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Dr. Ahrens und einer geschlossenen Schüleraufführung, wird es auch in diesem Jahr wieder eine Kooperation mit der Iserlohner Gesamtschule geben, deren 7. Jahrgang exklusiv eine Vorstellung besuchen wird.

Die Einnahmen aus dem Eintrittsgeld aller Aufführungen werden, wie im letzten Jahr, dem Hospiz in Iserlohn-Letmathe zugeführt.

Die inzwischen schon 17 Jahre unter der Leitung ihres Gründers Ralf Schlüter bestehende Theater-AG freut sich auf zahlreiche Iserlohner Besucher der öffentlichen Aufführungen im September 2016.

(Text: Ralf Schlüter)

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