Das Finale

27.06. 2014 – Ausgabe der Abiturzeugnisse des Wirtschaftsgymnasiums

| Text: Clas Möller |

Siegreich war der Vortag für die deutsche Nationalelf verlaufen - beim zugegebenermaßen etwas mauen Ergebnis von 1:0. Ein Etappensieg für die Nationalmannschaft, aber eben noch nicht das Finale.
Deutlich weiter dagegen waren die am 27. Juni versammelten 51 Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums, die mit ihren Eltern, Freunden, Verwandten und Lehrern im Forum des Berufskollegs zur feierlichen Ausgabe der Abiturzeugnisse zusammengekommen waren, so unterstrich Dirk Franke, Leiter der gymnasialen Oberstufe, in seiner Laudatio: „Sie waren im Finale und haben gewonnen. Das muss die Nationalmannschaft erst einmal hinkriegen.“

Das Bild des Erfolgs, an das auch Stufensprecher Michael Hines (Gym 13a) anknüpfte. „Wir haben es geschafft“ – mit diesen Worten brachte er die Erleichterung und den Stolz der Abiturientia 2014 auf den Punkt. Und es scheint diesem Abiturjahrgang auch keinesfalls nach den Worten von Michael Hines schlecht gegangen zu sein: „Das, was hinter uns liegt, ist die schönste Zeit des Lebens.“

Zuvörderst Dank, Dank an die Lehrer und Eltern für ihre Unterstützung, war indes mit das Leitmotiv in der feierlichen Ansprache von Elternvertreterin Marion Klein – aber nicht ohne auch noch einen Ausblick in die Zukunft zu wagen: „Sie haben das Abitur bestanden. Das heißt auch, Abschied zu nehmen und einen neuen Aufbruch zu wagen.“

Durch welche Qualitäten sich die Abiturienten auszeichnen sollten, die jetzt ja nun alsbald die Schule verlassen würden, damit setzte sich Schulleiter Bernhard Ingelbach in seiner Ansprache auseinander, in der er auf ein Zitat von Albert Einstein rekurrierte, nach dem die Schule stets danach trachten solle, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse, nicht als Spezialist.

„Wir wollen als Schule weder das eine noch das andere“, unterstrich Bernhard Ingelbach. Klar sei schon einmal: Vor Spezialisten und Fachidioten sei die Gesellschaft gesichert, denn die Schule habe grundlegende Einblick in viele Bereiche gegeben. Aber dass der junge Mensch die Schule nach dem Abitur schon als harmonische Persönlichkeit verlassen könne, da irre schlichtweg Einstein, so Ingelbach: „Die Adoleszenz ist nicht die Zeit, sich in Harmonie zu üben“. Gleichwohl gab er den Abiturienten mit auf den Weg, pauschalen Sichtweisen eine Absage zu erteilen und nicht die Mühe zu scheuen, sich mit anderen Gesichtspunkten auseinanderzusetzen.

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – mit dieser Sentenz aus den Ballsportwettkämpfen läutete Bernhard Ingelbach auch das feierliche Finale der Veranstaltung im Forum ein, der so lange erwarteten Aushändigung der Abiturzeugnisse. Besonders über ihre Abiturzeugnisse konnten sich Laura Schröer (Gym 13c), Juliane Stolle und Celina Menzel (beide Gym 13b) freuen, die alle drei mit einem Einser-Abitur abschlossen und mit einem Preis der Dr.-Kirchhoff-Stiftung ausgezeichnet wurden.

Dass aber einen Menschen mehr als allein fachliche Kenntnisse ausmachen, wurde bei der Preisverleihung an Celina Menzel (Gym 13b), Agid Bosan (Gym 13c) und Michael Hines (Gym 13a) deutlich, die von Jan Hoffmann von der Firma Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG/Iserlohn für ihr soziales Engagement ausgezeichnet wurden.


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