Fachschule des Sozialwesens - Fachrichtung Sozialpädagogik

Certqua Zeichen Massnahmen AZAV gross 4cDauer: 3 Jahre
Abschlüsse: Berufsabschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher“, Fachhochschulreife

Liebe Studierende, lieber Studierender,

dieser Bildungsgang ist für Sie geeignet, wenn Sie

  • Kinder und Jugendliche in sozialpädagogischen Einrichtungen betreuen und fördern möchten
  • z.B. in einer Kindertagesstätte, einem Familienzentrum oder der Offenen Ganztagsgrundschule arbeiten wollen
  • in einer Einrichtung der Jugendhilfe Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung begleiten möchten.

Aufnahmevoraussetzungen

Sie benötigen mindestens den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe und eine Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer, die der Weiterbildung in diesem Bereich dienlich ist, z.B. Sozialhelferin/Sozialhelfer, Kinderpflegerin/Kinderpfleger. Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit einer anderen Berufsausbildung ist ein einschlägiges Praktikum von mindestens 900 Arbeitsstunden erforderlich. Dieses Praktikum muss innerhalb eines Jahres absolviert werden. Ähnliche praktische Tätigkeiten können angerechnet werden.

Auch die folgenden Eingangsqualifikationen sind möglich:

  • der Abschluss der „Zweijährigen Höheren Berufsfachschule für Gesundheit/Soziales“ oder der „Fachoberschule für Gesundheit und Soziales“

oder

  • die Hochschulzugangsberechtigung und ein Praktikum von mindestens 900 Arbeitsstunden in einer sozialpädagogischen Institution oder ähnliche praktische Tätigkeiten, wie z.B. der Bundesfreiwilligendienst oder ein soziales Jahr.

Sie benötigen für die Aufnahme ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, das Sie mit dem Zusageschreiben der Schule beantragen können.         

Pädagogische Fachkräfte benötigen in allen Bereichen ein hohes Maß an persönlicher Reife und Reflexionsfähigkeit. Deshalb sollten Sie bereit sein, Ihre persönlichen Ressourcen zu nutzen, um sich auf der Basis Ihrer Erfahrungen in den Praktika Strategien zur professionellen Lösung pädagogischer Problemstellungen anzueignen. Dies bedeutet, persönliche Verhaltensweisen kritisch auf ihre Wirkung zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren.

Unterricht

Ziel unseres Unterrichtsangebotes ist es, Sie zu einem selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernen zu befähigen. Wir unterstützen Sie darüber hinaus bei dem Erwerb der Schlüsselqualifikationen, die Sie als Erzieherin/Erzieher benötigen. Hierzu gehören Fach-, Sozial-, Personal- und Medienkompetenz.

Ihr Unterricht im berufsbezogenen Lernbereich umfasst die folgenden Kompetenzbereiche:

  • berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiterentwickeln
  • pädagogische Beziehungen gestalten und in Gruppen pädagogisch arbeiten
  • Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
  • sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten und Übergänge unterstützen
  • Institution und Team entwickeln und in sozialen Netzwerken kooperieren
  • Evangelische oder Katholische Religionslehre/Religionspädagogik
  • Wahlpflichtangebote in den Vertiefungsfächern: Bildungsbereiche und Zielgruppen/Arbeitsfelder.

Im berufsübergreifenden Lernbereich werden Sie unterrichtet in

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Naturwissenschaften.

Im Differenzierungsbereich erhalten Studierende, die Ihre Fachhochschulreife erwerben möchten, Unterricht im Fach Mathematik.

Praktikum

Im ersten Ausbildungsjahr führen Sie ein achtwöchiges Praktikum im Elementarbereich, z.B. Kindertagesstätten, durch; im zweiten Ausbildungsjahr sind Sie acht Wochen wahlweise in den Bereichen Jugendhilfe, Offene Ganztagsschule oder einer inklusiv/integrativ arbeitenden Einrichtung tätig.

Die ersten beiden Jahre Ihrer Ausbildung werden in vollzeitschulischer Form absolviert und mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Nach der bestandenen schriftlichen Prüfung bewerben Sie sich um ein einjähriges Berufspraktikum, das von der Fachschule begleitet wird und mit einem Kolloquium abschließt.

Berufliche Qualifikation und schulischer Abschluss

Sie erwerben

  • den Berufsabschluss: „Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher“

und

  • die Fachhochschulreife, wenn Sie an dem hierzu erforderlichen Unterricht teilnehmen (s. Differenzierungsbereich) und eine schriftliche Abschlussprüfung ablegen.

Anmeldung

Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Persönliche Beratung

  • Ihre Ansprechpartnerin ist Herr Lümkemann, zu dem Sie Kontakt über das Sekretariat unter 02371/9774-0 aufnehmen können.  
  • Sie können den Tag der offenen Tür besuchen. Den Termin erfahren Sie auf der Schulhomepage oder in der örtlichen Presse.

Weitere Informationen sowie die Öffnungszeiten des Schulbüros finden Sie hier.

Der aktuelle Flyer als PDF.

Umwelterziehung im Schulgarten

Als besonderes Projekt zur Verknüpfung theoretischer und praktischer Aspekte wurde im Schuljahr 07/08 das Gartenprojekt initiiert. Die Studierenden der damaligen Erzieherklasse planten die naturnahe Umgestaltung des Atriums im Eingangsbereich.

Ziel war es, einen Bereich zu schaffen, der für Studierende des Berufskollegs als „grüne Oase“ genutzt werden kann; der aber vor allen Dingen als Lern-Garten für die Kindertagesstätten in Iserlohn und Umgebung dient.

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Seit der Einweihung im Schuljahr 2009/2010 steht der Lern-Garten für umweltpädagogische Angebote zur Verfügung. Eine Kindergruppe meldet sich an und die angehenden Erzieherinnen und Erzieher planen ein entsprechendes Angebot und führen es mit der Gruppe durch.

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Hierbei werden sie mit der fachlichen Kompetenz ausgestattet, die die spätere Umsetzung von Projekten zur Umgestaltung des Außengeländes in Kindertageseinrichtungen ermöglicht. Sie erfahren, welche Kriterien der naturnahen Gartengestaltung und Berücksichtigung kindlicher Interessen zu beachten sind, welche Schritte bei der Planung und Umsetzung einer Umgestaltung berücksichtigt werden müssen und wie sich ein Garten sinnvoll für die pädagogische Arbeit mit Kindern nutzen lässt.

Projekt

Im zweiten Ausbildungsjahr wird im Rahmen von vier Unterrichtswochenstunden von den Studierenden ein Projekt erarbeitet. Dieses beschäftigt sich mit einer Fragestellung aus der beruflichen Praxis. Die Studierenden erarbeiten eigenständig theoretische Grundlagen zu dieser Fragestellung und entwickeln ein dazu passendes Konzept oder Projekt. Zumindest einige Aspekte sollten praktisch umgesetzt und reflektiert werden.

Abschließend erfolgt eine Präsentation der Ergebnisse, bei der Vertreterinnen/Vertreter der Einrichtungen und interessierte Schülerinnen und Schüler anwesend sind. Das Projekt wird als benotetes Fach auf dem Zeugnis ausgewiesen.

Außerschulische Lernorte

Aufgrund der engen Verknüpfung theoretischer und praktischer Aspekte im Unterricht kommt außerschulischen Lernorten in der Fachschule für Sozialpädagogik eine wichtige Bedeutung zu.

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So werden erlebnispädagogische Exkursionen wie z.B. der Besuch des Tree2Tree durchgeführt. Auch umweltpädagogische Einrichtungen wie der Waldkindergarten und die Waldschule des Märkischen Kreises oder die Arche Noah in Menden werden von den Klassen der Fachschule besucht.

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