Zwei „stille Örtchen“

toilettenprojekt2012

(fast) zum Wohlfühlen ...

Unterstufenschülerinnen und Unterstufenschüler der zweijährigen Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales gestalten in Eigenregie die Schülertoiletten auf der dritten Etage im C-Gebäude neu.

Es klingelt zur Pause. Die Toilettentüren auf der dritten Etage im C-Gebäude gehen auf: Gestank. Schmutz. Ekel. Die Tür geht wieder  zu – nur schnell weg hier.

„So kann das nicht weitergehen, wir müssen dringend etwas ändern, und zwar so schnell wie möglich.“ Wir, Katharina Assimakopoulou, Katharina Holzhauer, Brahim Makhloufi, Gina Scholz und Olivia Wojtusiak, legten uns mächtig „ins Zeug“, um diese Schülertoiletten neu zu gestalten. In den Ferien. 8:00 Uhr morgens. Gähn. Ein Albtraum für jeden Schüler. Dennoch fuhren wir nach Abschluss unserer ersten Planungen mit guter Laune und viel Elan in einen bekannten Iserlohner Baumarkt, um alles Nötige einzukaufen.

Gefühlte 6 Stunde später, nachdem wir endlich alle Materialien zusammengesucht hatten, gingen wir glücklich und zufrieden zur Kasse: Schock. Unser Budget war überschritten - also mussten wir schweren Herzens fast die Hälfte unserer Errungenschaften wieder aussortieren.

Aber wir ließen uns nicht entmutigen und arbeiteten fleißig Tag für Tag - in unserer ältesten Kleidung.

Wir klebten ab, wir säuberten gründlich, wir strichen, wir schleiften, wir malten unsere Motive auf, wir „sprayten" die Türen, gestalteten den Rahmen für den Spiegel, beklebten die Fliesen mit Folie und, und, und ... Es waren acht wirklich harte Arbeitstage.

Wir bemühten uns sehr, die von den Schülern der Abteilung Sozialpädagogik ausgewählten Motive  künstlerisch umzusetzen: „Marilyn Monroe" für die Schülerinnen- und „Facebook" für die Schülertoilette.

Unser Mathematiklehrer Waldemar Raabe war zwar der „Boss“ der gesamten Aktion, sich aber  nicht zu schade, die ein oder andere Arbeit zu übernehmen ;-). Er erledigte die Dinge, bei denen uns die nötigen Muskeln fehlten, und sorgte zudem rührend für unsere Verpflegung.

Endlich konnten wir aufatmen, die Toiletten waren fertig. Und wir auch!

Natürlich waren wir sehr gespannt, wie die Schüler und Lehrer der Abteilung Sozialpädagogik nach den Ferien auf unser Toilettenprojekt reagieren würden.
Und dann war er da, der große Moment:

Die Resonanz bei den Mitschülern und auch Lehrern war sehr positiv. Eine – nicht nur aus unserer Sicht – gelungene Verschönerung der beiden „stillen Örtchen“.

Unsere Gemeinschaftsaktion hat sehr viel Spaß gemacht und uns gezeigt, wie viel Schüler durch Eigeninitiative erreichen können.

Unser Appell an alle Toilettenbesucher: Haltet die Toiletten sauber!

Raucht nicht auf den Toiletten! Denkt daran: Sie sollen so ordentlich bleiben, wie sie jetzt sind.

Es klingelt zur Pause. Die Toilettentüren auf der dritten Etage im C-Gebäude gehen auf: Frische. Sauber. Stylish! Toiletten, die man gerne benutzt.

Gina Scholz, Olivia Wojtusiak (jetzt BFS 2A)

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