Schulumweltwoche

umweltwoche 2012

Informationen zum Programm

Workshop "Umweltschutz von der Tankstelle? Eine globale Perspektive auf Energie aus nachwachsenden Rohstoffen"

Durchgeführt wird der Workshop von Dozenten des Bildungslabors Lateinamerika. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler für globale Auswirkungen lokaler Konsumentscheidungen zu sensibilisieren. Dabei wird ein schüleraktivierender Ansatz gewählt, um einen Einblick in verschiedene Perspektiven bezüglich dieser komplexen Thematik zu bieten.

In Lateinamerika boomt der Anbau der afrikanischen Ölpalme. Daraus gewonnener "Bio"-Diesel und "Öko"-Strom soll eine deutlich bessere Klimabilanz als Energie aus fossilen Brennstoffen aufweisen. Doch ganz so einfach werden wir noch nicht zu Klimaschützer_innen: Die Verlagerung der Energieproduktion der Industrieländer auf Anbauflächen im Globalen Süden verdrängt die kleinbäuerliche Landwirtschaft, gefährdet die Nahrungsmittelversorgung und bringt die Abholzung von Regenwäldern mit sich.

Die Fortdauer der bisherigen Lebens-und Wirtschaftsweisen in den reichen Ländern geschieht auf Kosten von Umwelt und Menschen in den Ländern des Globalen Südens. In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden, dass nicht überall wo "Umweltschutz" drauf steht, auch Umweltschutz drin ist, sondern der Boom von Agrartreibstoffen in Lateinamerkia ökologische Probleme und soziale Ungerechtigkeiten noch verschärft.

Die Argumente und Zusammenhänge dieses neuen Nord-Süd Konfliktes erfahren sie, indem sie als Anwält_innen an einer simulierten Verhandlung am internationalen Umweltgerichtshof teilnehmen. Dort klagen betroffene Bewohner_innen gegen ein großes Palmöl-Monokultur Projekt. Wer wird am Ende recht bekommen?

Filmpräsentation "We Feed the World"

"Tag für Tag wird in Wien gleich viel Brot entsorgt, wie Graz verbraucht. Auf rund 350000 Hektar Land, vorallem in Lateinamerika werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.

Mit WE FEED THE WORLD hat sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, in die Schweiz, nach Brasilien und zurück nach Österreich geführt. Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.

WE FEED THE WORLD ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat.

Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern, Agronomen, Biologen und Jean Ziegler auch der Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers Pioneer sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt."

Erwünscht ist eine Vor- bzw. Nachbereitung des Filmes im Unterricht. Geeignetes Material steht unter

zum Download zur Verfügung.

Workshop "Klimaschutz schmeckt!"

In der öffentlichen Klima-Diskussion geht es meist um die Bereiche Wohnen, Stromerzeugung und Verkehr. Viel zu selten wird daran gedacht, dass auch „unser täglich Brot“ einen erheblichen Anteil am Treibhauseffekt hat: Landwirtschaft und Ernährung sind in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimawirksamer Gase beteiligt. Für jeden Einzelnen gibt es beim Essen und Einkaufen viele Möglichkeiten, das Klima zu schonen, aber vielfach sind diese Möglichkeiten nicht oder zu wenig bekannt.

Der Umweltberater der Verbraucherzentrale, Bernhard Oberle wird anhand der Themenecke "Klimaschutz schmeckt" über die Zusammenhänge von Ernährung und Klima informieren. Damit der Klimaschutz dann auch wirklich schmeckt und nicht nur trockene Theorie bleibt, soll das Gelernte mit der Hauswirtschaftslehrerin Sandra Vaupel gleich vor Ort umgesetzt und mit allen Sinnen erfahrbar gemacht werden.

Unter  ihrer Anleitung werden die Teilnehmer des ersten Workshops einfache, leckere, coole und klimaverträgliche Speisen selbst zubereiten und verkosten. Ziel ist: Klimaschutz mit Messer und Gabel! Eine solche Klima-gesunde Ernährung tut gleichzeitig dem Klima und der Gesundheit gut. B. Oberle von der Verbraucherzentrale, Workshop 11.15h- 12.00h Nur Theorie!!

Workshop "Wellness umweltfreundlich"

Nachhaltigkeit geht durch den Magen und gesundes Essen macht schön. Diese beiden Aspekte werden im Workshop Wellness kombiniert. Nach einer kurzen Powerpoint-Einführung „Sind Fernesser Klimafresser?“, bei der es um die Vorzüge regionaler und ökologischer Ernährung für unser Klima gehen soll, wollen wir uns der Wellness ganz praktisch nähern. Wir stellen einen Beautytrunk her und werden uns gegenseitig mit selbst hergestellten Gesichtsmasken verwöhnen. Die Rezepte für die verschiedenen Masken (die unterschiedlichen Hauttypen werden berücksichtigt) werden selbstverständlich an die Schülerinnen und Schüler weiter gegeben.

Podiumsdiskussion "Tank oder Teller?"

Sollen unsere Landwirte für den Tank oder für unsere Teller produzieren? Diese Frage, bei der Vertreter beider Seiten zu Wort kommen sollen, wird während der Podiumsdiskussion unter Leitung von Andreas Hermann behandelt werden. Jahrhunderte lang waren die Bauern diejenigen, die uns mit dem täglichen Brot, Obst und Gemüse versorgt haben. Sie sind ein wichtiger Pfeiler der Gesellschaft, denn ohne sie bleibt der Teller leer.

Da die fossilen Energieträger wie Öl und Kohle sich aber erschöpfen, könnten die Landwirte in einem weiteren Bereich große Bedeutung erlangen- durch die Produktion nachwachsender Rohstoffe, die zur Herstellung von Biotreibstoffen genutzt werden können. Allerdings stehen die Landwirte- und eigentlich nicht nur sie, sondern die ganze Gesellschaft- vor einem Dilemma: Die Felder können nur für eins genutzt werden.

Und wer produziert dann unsere Nahrungsmittel, wenn auf unseren Feldern “Treibstoffe” wachsen? Oder gibt es einen ganz anderen Ausweg aus diesem Dilemma? Die Antworten auf diese Fragen werden interessierte Schülerinnen und Schüler während der Podiumsdiskussion erfahren.

Vortrag "Energy Jobs"

Die EnergieAgentur.NRW arbeitet im Auftrag der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen als operative Plattform mit breiter Kompetenz im Energiebereich: von der Energieforschung, technischen Entwicklung, Demonstration und Markteinführung über die Energieberatung bis hin zur beruflichen Weiterbildung.

Die Energieagentur NRW ist die erste Adresse, wenn es um Informationen rund um das Thema Energie geht. Auch beim Thema Berufswahl ist die Energieagentur einer unserer Ansprechpartner.

Wir freuen uns, Herrn Thorsten Renz von der Energieagentur an unserem Berufskolleg begrüßen zu dürfen. Er wird einen Vortrag zum Thema Energyjobs halten, und im Anschluss alle Fragen beantworten, die den angehenden Solaranlagenbauern oder den Interessenten anderer Berufe auf den Nägeln brennen.

Job-Börse "Umwelttechnik / Karre-Knete-Klima"

Im Anschluss an den Vortrag zu beruflichen Möglichkeiten im Energiesektor haben die SuS (insbesondere aus der Abteilung Technik) die Möglichkeit, sich bei der Firma Max Pfänder Sanitär und Hiltawsky Sonnenstrom ganz konkret zu Berufschancen im Bereich Umwelttechnik in der Region beraten zu lassen. Dabei orientiert sich die Beratung ganz konkret an den am heimischen Arbeitsmarkt nachgefragten Berufen.

Außerdem wird die Umwelttechnikklasse zusammen mit der Verbraucherzentrale Lüdenscheid ihren CO2-Rechner für verschiedene Autotypen vorstellen, so dass die Besucher, den CO2- Verbrauch ihres Autos ermitteln können. Somit können Anschaffungskosten, Spritverbrauch und Klimabilanz herangezogen werden, um verschiedene Autos hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Bilanz zu vergleichen.

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