Landwirtin/Landwirt

Der Ausbildungsberuf Landwirtin/Landwirt erfordert Kompetenzen im pflanzlichen, tierischen, technischen als auch im betriebs- und marktwirtschaftlichen Aufgabenbereich. Der Landwirt/die Landwirtin arbeitet nach Arbeitsaufträgen des Betriebsleiters selbständig planend, vorbereitend und ausführend bei Eigenkontrolle. Ihm/ihr obliegt die Durchführung praktischer Aufgaben, die zur Planung und Führung von landwirtschaftlichen Kulturen, zur Haltung, Fütterung und Züchtung von landwirtschaftlichen Nutztieren und zur Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte im Agrarbereich erforderlich sind.

Die SchülerInnen sind nach Bestehen der Berufsabschlussprüfung befähigt:

  • alle Tätigkeiten als Landwirtin/Landwirt in unterschiedlichen landwirtschaftlichen Betrieben und agrarwirtschaftlichen Dienstleistungsbereichen qualifiziert auszuführen
  • sich selbständig und flexibel auf neue berufliche Anforderungen einzustellen
  • an Maßnahmen beruflicher Fort- und Weiterbildung teilzunehmen.

Sie erwerben mit Bestehen der Berufsabschlussprüfung den Sachkundenachweis für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Da die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe aufgrund des Strukturwandels weiterhin abnehmen wird, werden nicht alle ausgebildeten Landwirtinnen/Landwirte einen Arbeitsplatz auf einen Bauernhof finden, sondern sie werden auf artverwandte Dienstleistungsbetriebe im Agrarbereich ausweichen müssen.

Eingangsvoraussetzungen: Die Berufsschulpflicht beginnt mit Beendigung der 10-jährigen Vollzeitschulpflicht. Sie dauert bei Abschluss eines Ausbildungsvertrages vor Vollendung des 21. Lebensjahres bis zum Ende der Berufsausbildung. Nicht-Berufsschulpflichtige sind als Auszubildende zum Schulbesuch berechtigt.

Fächer

I. Berufsübergreifender Lernbereich:

  • Religionslehre
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Deutsch/Kommunikation
  • Sport/Gesundheitsförderung

II. Berufsbezogener Lernbereich:

  • Pflanzenproduktion
  • Tierproduktion
  • Wirtschafts- und Betriebslehre

III. Differenzierungsbereich:

  • Datenverarbeitung
  • Technische Übungen

Botanische Übungen, Demonstrationen im Lehrgarten und Exkursionen sichern einen praxisbezogenen anschaulichen Unterricht.

Projekte

  • Anlage eines Herbariums
  • Wir beobachten den Wachstumsverlauf einer Getreideart
  • Beobachtung und Auswertung pflanzenbaulicher Versuche
  • Bodenproben ziehen und auswerten
  • Beurteilung landwirtschaftlicher Nutztiere
  • div. Produktionsverfahren in landwirtschaftlichen Betrieben

Didaktische und methodische Schwerpunkte

Wesentlich für die Gestaltung des Unterrichts ist

  • an praktische Erfahrung der Schülerinnen und Schüler anknüpfend werden die Unterrichtsproblematiken anhand praxisnaher bedeutsamer Handlungsinformationen erarbeitet
  • Lernen vollzieht sich durch Handlungen aus dem Erfahrungsbereich des Lernenden. Die Handlungen sollen weitgehend selbständig geplant, durchgeführt, bewertet und ggf. selbst korrigiert werden. Hierzu werden verschiedene Projekte bearbeitet, die je nach Ausbildungsjahr entsprechend der spiralcurriularen Forderung in der Aufgabenstellung weitreichender und anspruchsvoller sind.

Nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung Erwerb der Berufsbezeichnung "Landwirtin/Landwirt". Unabhängig von diesem Berufsabschluss wird der Abschluss der Berufsschule bei erfolgreichem Besuch zuerkannt: "Berufsschulabschluss". Dieser ist dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertig.

Ausbildungsdauer

Grundsätzlich 3 Jahre, kann auf 2 Jahre verkürzt werden

  • nach bestandener Abschlussprüfung in einem anderen Beruf
  • bei Auszubildenden mit allgemeiner Hochschulreife
  • bei Auszubildenden mit Fachhochschulreife

Anmeldung

Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.


0